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Gemeinschaftspraxis Uetendorf

Dr. med. Matthias Tapis - Dr. med. Mirjam Rolli

Akne

Behandlung

Die Akne aller Aknepatienten/Innen kann durch eine lokale Behandlung in Form von Cremen, Gels oder Lotionen gebessert werden. Diese Therapie muss während der ganzen Aknephase weitergeführt werden, in gewissen Fällen während mehreren Jahren.  Patienten mit einer schweren Akneform brauchen eine systemische Behandlung in Form von Tabletten oder Kapseln, die in der Regel auch während mehrerer Monate eingenommen werden müssen.
Die Behandlung richtet sich nach dem Stadium der Akne.

Mitesser

Das erste Zeichen der Akne ist das Auftreten von Mitessern oder Komedonen. Schon zu diesem Zeitpunkt kann mit einer Behandlung begonnen werden. Zu den effektivsten Substanzen gehören Mittel, die Benzoylperoxyd oder Motretinid enthalten, sowie Retinsäure und Isotretinoin-Gel (rezeptpflichtig).

Entzündete Akne (gerötete und eitrige Bibel!)

Entzünden sich die Mitesser, können zusätzlich oder an Stelle der oben erwähnten Substanzen antibiotische Mittel aufgetragen werden. Erythromycin und Clindamycin (rezeptpflichtig) sind die wichtigsten Vertreter dieser Substanzgruppe und werden mit Erfolg angewendet.
Wichtig: Erwarten Sie von diesen Produkten aber keine Wunder über Nacht. Bis ein befriedigendes Resultat zu beobachten ist, müssen diese Mittel während mindestens 6 bis 8 Wochen konsequent angewendet werden. Durch unsachgemässes Ausdrücken der Mitesser und Bibeli riskieren Sie schon in diesem Stadium eine Verschlimmerung. Wenn ein Ausdrücken nötig sein sollte, können Sie sich an eine ausgebildete Kosmetikerin wenden.

Keine Angst, die oben erwähnten Medikamente haben keine gravierende Nebenwirkungen. Reizungen in Form von Rötungen und Hautirritationen sind in der Anfangsphase der Behandlung relativ häufig, aber von vorübergehender Natur. Wenn Sie unsicher sind, beantworten Ihnen Ihr Hausarzt gerne Ihre Fragen.

Was ist zu tun, wenn sich die Entzündungen trotz lokaler Massnahmen nicht bessern? Wenden Sie sich in diesem Falle am besten an Ihren Hautarzt. Er optimiert vielleicht die lokale Behandlung oder empfiehlt Ihnen eine orale Therapie mittels Tabletten oder Kapseln.
 Zwei Substanzgruppen kommen dann in Frage:
- Antibiotika, die selten zu Nebenwirkungen führen
- lsotretinoin (in Kapseiform) ist die effektivste Substanz. Dieses Medikament hat aber gewisse Nebenwirkungen, über die Sie Ihr Arzt gerne aufklären wird. Das Hauptproblem von Isotretinoin ist, dass es das ungeborene Kind schädigen kann. Frauen müssen sich deshalb vor einer möglichen Schwangerschaft schützen (Antibabypille).
Beide Substanzen müssen während mehrerer Monate eingenommen werden.

Nützt die Antibabypille?

Vor allem bei Frauen, die eine zyklusabhängige Verschlimmerung der Akne bemerken, können spezielle Antibabypillen eine unterstützende Wirkung bei der Aknetherapie haben. Sie ist eine Möglichkeit, den Akneverlauf positiv zu beeinflussen, besonders auch wenn sie aus anderen Gründen (Empfängnisverhütung) eingesetzt wird.

Noch einmal: Die Behandlung der Akne dauert in der Regel lange. Oft braucht es mehr als einen Versuch, bis die Therapie gefunden wird, auf die Sie gut ansprechen. Denken Sie daran: Praktisch jede Akneform kann mit den heutigen Möglichkeiten wirksam behandelt werden.

Wann sollten Sie einen Arzt konsultieren?

Spätestens dann, wenn sich die Akne entzündet und eine Selbstbehandlung nach 6 bis 8 Wochen keine befriedigenden Resultate zeigt.