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Gemeinschaftspraxis Uetendorf

Dr. med. Matthias Tapis - Dr. med. Mirjam Rolli

Ratschläge für Frauen zur Vermeidung wiederholter Blasenentzündungen

Viele Frauen leiden an wiederholten Blasenentzündungen.

Blasenentzündung entsteht durch das Eindringen von Bakterien durch die bei der Frau nur kurzen Harnröhre in die Harnblase. Dies geschieht am häufigsten während des Geschlechtsverkehrs. Andere Ursachen können eine verminderte Elastizität der Harnröhrenschleimhaut in der Menopause (nach 50 Jahren) sein, oder eine verminderte örtliche Abwehr durch übermässige Hygienemassnahmen.

Die Beschwerden bestehen meist aus Brennen beim Wasserlösen und häufigem Harndrang, wobei dann aber nur geringe Mengen Urin gelöst werden können. Ist die Entzündung stärker, kann es zu Blutbeimengungen des Urins kommen.

Zur Behandlung werden von den Frauen oft selbst "Hausmittel" eingesetzt wie Blasentee, Trinken grösserer Mengen oder auch einfach Schmerzmittel. Kommt es unter einer solchen Selbstbehandlung nicht innert 48 Stunden zur Schmerzfreiheit, muss der Arzt aufgesucht werden. Ebenfalls zum Arzt müssen Sie, wenn zusätzlich Fieber oder Schmerzen in der Lendengegend auftreten.

Frauen mit wiederholten Infektionen der Blase können mit den nachfolgenden Ratschlägen möglicherweise die Zahl der Infekte verringern:

  • Nehmen Sie genügend Flüssigkeit zu sich, mindestens etwa 1.5 Liter pro Tag
  • Sie sollten mindestens 4 Mal pro Tag Wasser lösen können. Ist dies nicht möglich, erhöhen Sie die Trinkmenge
  • Nehmen Sie ein letztes Glas Wasser kurz vor dem Zubettgehen
  • Wenn Sie in der Nacht aufstehen müssen zum Wasserlassen, so trinken Sie bei dieser Gelegenheit erneut ein Glas Wasser
  • Halten Sie sich bei Harndrang nicht zurück, sondern entleeren Sie die Blase
  • Entleeren Sie nach Geschlechtsverkehr die Blase innert etwa einer halben Stunde
  • Trocknen Sie sich in der Toilette von der Scheide Richtung After ab und nicht umgekehrt
  • Waschen Sie die Intimregion höchstens zweimal täglich mit Seife und verwenden Sie unparfümierte Seife mit einem hautfreundlich tiefen pH-Wert von unter 7
  • Vermeiden Sie Intimsprays
  • Nehmen Sie keine Schaumbäder
  • Frauen nach der Menopause (nach Beendigung der Regelblutung mit ca. 50 Jahren): Besprechen Sie sich mit Ihrem Hausarzt oder Frauenarzt über eine allfällige hormonelle Verbesserung Elastizität der Schleimhäute der Intimgegend (durch Scheidenzäpfchen, Scheidencremen, Tabletten oder Hormonpflaster)