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Gemeinschaftspraxis Uetendorf

Dr. med. Matthias Tapis - Dr. med. Mirjam Rolli

Ich bin Allergiker*in, darf ich mich trotzdem gegen Covid impfen lassen?

Grundsätzlich ja.

Allergische Reaktionen auf den Covid-Impfstoff waren sehr selten: 0.6 % der mit dem Impfstoff geimpften zeigten leichte bis schwere Allergiezeichen, die Kontrollgruppe mit Placebo-Injektion aber ebenfalls 0.5%. Damit können etwa 0.1% Allergien dem Covid-Impfstoff zur Last gelegt werden, was etwa 1 Person auf 1000 entspricht. Schwere Fälle gab es gemäss der Untersuchungen offenbar weniger als 1 von 5000.
Gemäss aktueller Einschätzung wird als wahrscheinlichster Auslöser der sehr seltenen Impfallergien auf die Covid-Impfung PEG (Polyethylenglykol) angenommen. Dieser Stoff findet sich gemäss Recherche in keinem anderen aktuell angewendeten Impfstoff. Einzig im Covid Impfstoff von BionTech/Pfizer und von Moderna ist er enthalten (nicht aber in jenem von Astra-Zeneca). Häufig ist PEG ein Bestandteil von Kosmetikprodukten (Lotionen, Cremes, Shampoos, Duschgels oder Deodorants und sogar Zahnpasta). Sollte jemand auf solche Produkte schwere Allergien entwickelt haben (Ausschlag am ganzen Körper, Atemnot, Bewusstlosigkeit), dann muss zuerst eine allergische Abklärung durchgeführt werden.

Die US-Behörde U.S. Centers for Disease Control and Prevention (CDC) hat folgende Empfehlung herausgegeben bezüglich dem Impfen von Menschen mit Allergien (Angaben für den aktuell einzig zugelassenen Impfstoff von Pfizer): Wer nachgewiesene Allergien hat, sei es auf Medikamente, Pollen oder Hausstaubmilben (Heuschnupfen, Asthma), auf Nahrungsmittel, Insektenstiche oder Latex, der darf geimpft werden, vorausgesetzt eine Beobachtungszeit von 15 min nach der Impfung kann eingehalten werden.

Zuletzt aktualisiert am 17.01.2021 von Tapis.

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