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Gemeinschaftspraxis Uetendorf

Dr. med. Matthias Tapis - Dr. med. Mirjam Rolli

Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Anmeldeformular für die Impfung

Der Gebärmutterhalbskrebs ist eine bösartige Erkrankung bei der Frau. Man weiss heute, dass der Auslöser dieses Krebses eine Infektion beim Geschlechtsverkehr durch einen Virus ist. Im Gegensatz zur sehr häufigen Erkrankung an Brustkrebs (ungefähr jede 10. Frau erkrankt in ihrem Leben daran), ist der Gebärmutterhalskrebs deutlich seltener: ungefähr 4 von 1000 Frauen erkranken im Verlauf ihres Lebens, 1 von 1000 Frauen stirbt daran.
Bei rechtzeitiger Diagnose (mittels regelmässigem Krebs-Abstrich), kann der Krebs oft schon im Vorstadium oder Frühstadium erfasst und geheilt werden.

Seit einiger Zeit gibt es in der Schweiz einen Impfstoff, der unterstützend zum Schutz gegen die folgenden Krankheiten, die von humanen Papillomavirus-(HPV)-Typen (6, 11, 16 und 18) verursacht werden, eingesetzt wird:
- Zervixkarzinom ("Gebärmutterhalskrebs, also Krebs des unteren Endes der
Gebärmutter).
- Abnormale oder präkanzeröse Zervixläsionen ("Krebsvorstufen des Muttermundes").
- Abnormale oder präkanzeröse Vaginalläsionen ("Krebsvorstufen der Scheide")
- Abnormale oder präkanzeröse Vulvaläsionen ("Krebsvorstufe Scheideneingangsbereich")
- Genitalwarzen.

Die HPV-Impfung (Markenname Gardasil) kann vor diesen Krankheiten schützen, wobei schätzungsweise etwa 70% der Fälle verhindert werden können, sofern die Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgt. Statistisch erkrankt nach Impfung also nur noch 1 statt 4 Frauen aus 1000 an Gebärmutterhalskrebs, oder konkret: Wenn man 1000 Frauen impft, können 3 Krebsfälle verhindert werden.
Dass der Schutz nicht 100% ist, kommt daher, dass es mehr als 100 HPV-Typen gibt, die Impfung aber nur Abwehrkörper gegen deren 4 aufbaut. Da nach der Impfung also nur ein teilweiser Schutz besteht, sollen Frauen, die geimpft wurden, sich weiterhin Vorsorgeuntersuchungen auf Zervixkarzinom (Abstrich) unterziehen.
Informationsblatt

Wichtig: Da der Schutz nur vor 70% der möglichen Erreger schützt, besteht keine echte Sicherheit nach Impfung, so dass weiterhin wie bisher alle 2 Jahre ein "Krebsabstrich" bei allen Frauen ab Beginn Geschlechtsverkehr durchgeführt werden muss.
Merke: Dieser Impfstoff schützt nicht, wenn sich eine Frau bereits mit dem HP-Virus angesteckt hat, was bereits beim ersten ungeschützten Geschlechtsverkehr passieren kann.

Die Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF) hat im Juni 2007 die Impfung der 11- bis 14-jährigen Mädchen sowie, während 5 Jahren, der jungen Frauen von 15-19 Jahren gegen HPV empfohlen. Die Impfung ist wie alle Impfungen im Kanton Bern freiwillig. Im Kanton Bern und in einigen anderen Kantonen erfolgt die Vergütung des (sehr teuren) Impfstoffes durch die Krankenkassen nur im Rahmen von kantonalen Impfprogrammes.. Mit einer Zusatzversicherung wird möglicherweise auch ausserhalb eines solchen Programmes von Ihrer Krankenkasse ein Teil oder die Gesamtheit der Kosten für die 3 Impfungen zu je ca. 250.- Fr. übernommen.

Anmeldeformular für die Impfung