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Gemeinschaftspraxis Uetendorf

Dr. med. Matthias Tapis - Dr. med. Mirjam Rolli

Masern-Mumps-Röteln-Impfung MMR

Masern

Die Masern waren während langer Zeit eine weit verbreitete Krankheit. Sie sind bei direktem Kontakt mit Kranken sehr ansteckend. Ihr Anfangsstadium erinnert an eine Erkältung, aber bald treten hohes Fieber und ein Ausschlag mit schwerem Krankheitsgefühl und quälendem Husten auf.

Die Masern werden zu unrecht oft als banale Erkrankung angesehen. Beieinem von 1000-2000 Erkrankten kommt es zu einer Gehirnentzündung (Enzephalitis), die tödlich verlaufen oder bleibende Schädigungen (geistiger Entwicklungsrückstand, Lähmungen) hinterlassen kann. Weitere Komplikationen sind Entzündungen der Lungen, Bronchien und Ohren oder Krämpfe, die die Krankheitsdauer verlängern. In der Schweiz wurden innerhalb der letzten fünfzehn Jahren noch mindestens sieben Todesopfer bei Kindern durch Masern gezählt.

Mumps

Mumps verläuft im allgemeinen harmlos; gelegentlich treten schwere Komplikationen auf. Mumps ist die häufigste Ursache von viralen Hirnhautentzündungen (Meningitis) bei unter 15jährigen und selten die Ursache von Taubheit. Diese Komplikationen sind für Knaben und Mädchen gleichermassen von Bedeutung.

Röteln

Röteln sind zwar sehr ansteckend, im allgemeinen handelt es sich aber um eine harmlose Infektionskrankheit. Wenn sich jedoch eine schwangere Frau ansteckt, die weder geimpft ist noch früher Röteln durchgemacht hat, kann ihr Kind Missbildungen aufweisen. Die Gefahr ist in den ersten vier Schwangerschaftsmonaten am grössten: Taubheit, Blindheit sowie Missbildungen des Herzens und des Gehirns sind die Folgen. Schwangere Frauen werden in den meisten Fällen durch ein an Röteln erkranktes Kind angesteckt. Es ist deshalb wichtig, dass alle Kinder, d.h. Knaben und Mädchen, geimpft werden, damit sie die Infektion nicht weitertragen.

Schwangerschaft und Rötelnimpfung

Da während der Schwangerschaft die Röteln eine grosse Gefahr für das heranwachsende Kind darstellen, sollten alle Frauen im gebärfähigen Alter wissen, ob sie die Krankheit durchgemacht haben, oder ob sie geimpft sind. Die blosse Vermutung, als Kind Röteln gehabt zu haben, genügt nicht, denn andere Infektionskrankheiten können leicht mit Röteln verwechselt werden. Bei Frauen sollte vor der Schwangerschaft der Immunstatus überprüft werden.

Die Impfstoffe (M+M+R)

Die Impfstoffe gegen Masern, Mumps und Röteln werden im allgemeinen im Alter von 12-15 Monaten in einer Spritze verabreicht, aber auch später ist die Impfung jederzeit möglich. Selbst wenn zu vermuten ist, dass ein Kind eine der drei Krankheiten schon durchgemacht hat oder bereits gegen Masern geimpft ist, empfiehlt sich die M+M+R-Impfung. Mit zusätzlichen Impfreaktionen ist nicht zu rechnen. Eine zweite Impfdosis gegen Masern, Mumps und Röteln wird im Alter von 2-7 Jahren empfohlen, um den individuellen Schutz zu optimieren (insbesondere auch zur Vermeidung von Mumps-Durchbrüchen).